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Die rapide fortschreitende Integration künstlicher Intelligenz (KI) in Geschäftsprozesse stellt die Unternehmen in London vor erhebliche Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Qualifikation ihrer Belegschaft. Aktuelle Analysen und Umfragen deuten auf eine sich verbreiternde Lücke zwischen den vorhandenen Fähigkeiten und den durch KI-Technologien benötigten Kompetenzen hin.
Die Einführung von KI-Technologien schreitet in London mit hoher Geschwindigkeit voran. Drei Viertel der befragten Führungskräfte gaben an, bereits in irgendeiner Form KI zu nutzen. Diese rasche Adaption führt jedoch dazu, dass viele Unternehmen Schwierigkeiten haben, ihre Mitarbeiter entsprechend zu schulen und auszustatten. Eine Umfrage von Survation im Auftrag von BusinessLDN unter mehr als 2.000 Londoner Führungskräften ergab, dass nur 50 % der Unternehmen glauben, ihre derzeitige Belegschaft verfüge über alle notwendigen Fähigkeiten, um die Anforderungen des KI-Zeitalters zu erfüllen. Dies stellt einen Rückgang von 63 % im Vorjahr dar.
Besonders bemerkenswert ist der Anstieg des Anteils der Unternehmen, die von erheblichen Qualifikations- und Kapazitätslücken berichten. Dieser Wert erreichte 15 %, was einen deutlichen Anstieg gegenüber den 4 % im Jahr 2025 bedeutet und den höchsten jemals verzeichneten Stand darstellt. Gleichzeitig erwarten über drei Viertel der Unternehmen, in den nächsten fünf Jahren einen erheblichen Bedarf an KI- und fortgeschrittenen digitalen Fähigkeiten zu haben, ein Anstieg von 66 % im Jahr 2025.
KI kann zunehmend routinemäßige, administrative und textintensive Aufgaben übernehmen. Dies verändert nicht nur die Art der Arbeitsplätze, sondern auch die Fähigkeiten, die Arbeitgeber suchen. Schätzungen für London zeigen, dass 46 % der Arbeitsplätze in der Hauptstadt – etwa 2,4 Millionen Menschen – in Bereichen liegen, in denen KI Teile der Tätigkeit automatisieren könnte. Dieser Wert liegt über dem nationalen Durchschnitt Großbritanniens von 38 %.
Der Wandel führt zu einer erhöhten Nachfrage nach Fachkräften mit spezifischen KI- und digitalen Kompetenzen. Darüber hinaus gewinnen "menschliche" Fähigkeiten wie Kommunikation, kritisches Denken und Problemlösung an Bedeutung, da diese schwerer zu automatisieren sind.
Angesichts dieser Entwicklung wurden verschiedene Initiativen ins Leben gerufen, um London auf den Wandel vorzubereiten. Der Bürgermeister von London, Sadiq Khan, hat Empfehlungen seiner KI- und Arbeitsplatz-Taskforce akzeptiert. Diese Taskforce, unter dem Vorsitz von Baroness Martha Lane-Fox, kam zu dem Schluss, dass eine "KI-Arbeitsplatzapokalypse" nicht unvermeidlich ist, London jedoch frühzeitig handeln sollte, anstatt auf Störungen zu warten.
Zu den umzusetzenden Maßnahmen gehören:
Zudem hat der Bürgermeister eine Investition von 18 Millionen Pfund angekündigt, um junge Londoner in Arbeit, Ausbildung oder Bildung zu bringen. Davon sind 10,5 Millionen Pfund für die Erweiterung eines Programms vorgesehen, das etwa 6.000 Menschen unterstützt, die sich derzeit nicht in Bildung, Beschäftigung oder Ausbildung befinden.
Ein von BusinessLDN und Deloitte erarbeiteter Aktionsplan fordert den Bürgermeister von London, die Regierung und Unternehmen auf, mehr zu tun, um die Londoner auf die durch KI bedingten Veränderungen vorzubereiten. Zu den zentralen Forderungen gehören:
Darüber hinaus wird die Regierung aufgefordert, die „Growth and Skills Levy“ zu reformieren und die Finanzierung für die Erwachsenenbildung auszuweiten. Muniya Barua, stellvertretende Geschäftsführerin von BusinessLDN, betonte, dass London an der "Spitze der KI-Revolution" stehe, was eine enorme Chance, aber auch die Verantwortung mit sich bringe, sicherzustellen, dass die Londoner mit den benötigten Fähigkeiten ausgestattet seien.
Die Taskforce rief den Bürgermeister auch dazu auf, Gespräche mit der Regierung über eine stärkere Dezentralisierung der Kompetenzpolitik in die Hauptstadt aufzunehmen.
Baroness Martha Lane-Fox warnte davor, dass KI für viele Londoner immer noch als etwas wahrgenommen werde, das ihnen widerfährt, und nicht als etwas, das sie mitgestalten. Sie betonte die Gefahr eines "leisen Abdriftens" hin zu weniger Einstiegspositionen, schwächeren Karriereleitern und wachsender Ungleichheit, wenn die Stadt nicht frühzeitig handle. Adam Cantwell-Corn vom Gewerkschaftsbund und Mitglied der Taskforce hob hervor, dass die Auswirkungen von KI auf das Arbeitsleben durch Entscheidungen und die daran Beteiligten geprägt würden. Er forderte, dass Arbeitnehmer Teil dieser Entscheidungsprozesse sein müssen.
Die Herausforderung für London besteht darin, die Vorteile der KI zu nutzen, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass die Arbeitskräfte der Stadt die notwendigen Fähigkeiten entwickeln, um in einer sich schnell entwickelnden digitalen Wirtschaft erfolgreich zu sein. Dies erfordert eine koordinierte Anstrengung von Regierung, Unternehmen und Bildungseinrichtungen, um eine Qualifikationslücke zu schließen, die sich andernfalls weiter vertiefen könnte.
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