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Die Ricoh Company, Ltd. hat eine strategische Kooperation mit Thread AI bekannt gegeben, einem führenden Anbieter im Bereich der KI-Orchestrierungs-Infrastruktur. Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, das Facility Management durch den Einsatz künstlicher Intelligenz zu transformieren und zu automatisieren. Im Rahmen eines internen Pilotprojekts in Japan soll die Effektivität einer umfassenden KI-gestützten Plattform evaluiert werden, die digitale Zwillinge, multimodale KI und Workflow-Orchestrierung miteinander verbindet.
Die Implementierung von KI hat sich in den letzten Jahren von experimentellen Ansätzen hin zu einer Phase entwickelt, in der eine kontinuierliche Anwendung im Tagesgeschäft gefordert wird. Dennoch scheitern KI-Implementierungen, die isoliert erfolgen oder stark von individuellem Fachwissen abhängen, oft daran, eine unternehmensweite Optimierung oder nachhaltige Wertschöpfung zu erzielen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, integriert die neue Plattform Sensoren und Kameradaten aus den Betriebsräumen mit vorhandenen Betriebsdaten. In Kombination mit der fortschreitenden Digital-Twin-Technologie wird so eine Grundlage geschaffen, auf der KI reale Bedingungen präziser erfassen und fundierte Entscheidungen sowie deren Ausführung unterstützen kann.
Die neue Plattform von Ricoh und Thread AI fusst auf einer Kombination aus Ricohs eigenen Digital-Twin-Fähigkeiten und der Orchestrierungs-Infrastruktur von Thread AI. Diese Integration schafft eine umfassende Ausführungsplattform, die digitale Zwillinge, multimodale KI und Workflow-Orchestrierung in einer einzigen Umgebung vereint. Das Pilotprojekt bei Ricoh in Japan dient der Verifizierung der Effektivität dieses End-to-End-Systems, welches den gesamten operativen Lebenszyklus abdeckt – von der KI-gesteuerten Entscheidung bis zur finalen operativen Ausführung.
Der Fokus liegt dabei auf der Automatisierung oder Semi-Automatisierung von Inspektions- und Wartungsarbeiten in den Anlagen. Eine fortschrittliche KI sorgt für ein umfassendes Situationsverständnis und bietet Wartungsteams aktive Entscheidungsunterstützung. Die zugrundeliegende Ausführungsplattform verarbeitet Daten von Kameras, Sensoren und Geräten. Die Integration dieser vielfältigen Datenquellen ermöglicht eine Echtzeit-Anomalieerkennung und optimiert die Arbeitsabläufe auf der Betriebsebene.
Die Umstellung von passiver Datenanalyse auf automatisierte Ausführung bietet mehrere entscheidende Vorteile:
Ricoh beabsichtigt, durch diese Implementierung wertvolles internes Know-how aufzubauen und dieses in skalierbare Modelle zu überführen. Diese Modelle sollen zukünftig auf mehreren Standorten ausgerollt werden. Langfristig soll dies ein Ökosystem für Partner und Kunden schaffen. Die Erkenntnisse aus dem japanischen Pilotprojekt werden zudem dazu genutzt, weitere operative Veränderungen im Facility Management voranzutreiben und neue digitale Dienstleistungen zu entwickeln.
Die Hardware-Konfigurationen in den Anlagen generieren erhebliche Datenmengen. Der Umgang mit diesen Daten erfordert industrielle Verarbeitungspipelines. Die Ricoh-Plattform nimmt Kamera- und Sensordaten auf und führt diese unstrukturierten Daten mit strukturierten Betriebsaufzeichnungen zusammen. Der digitale Zwilling fungiert dabei als Aggregationsschicht, wobei die virtuelle Replik den Zustand der physischen Anlage abbildet. Thread AI stellt die Engine bereit, um auf diesen Zustand zu reagieren. Die Orchestrierungsebene bewertet die Echtzeitbedingungen und gleicht die Daten zur Anomalieerkennung mit etablierten Wartungsprotokollen ab.
Im Gegensatz zu isolierten KI-Implementierungen, die zwar Erkenntnisse liefern, aber keine physischen Aktionen auslösen, kann dieses gemeinsame System eine vollständige Aufgabenautomatisierung initiieren. In Szenarien, die menschliches Eingreifen erfordern, bietet es Semi-Automatisierung und Entscheidungsunterstützung. Die von Angela McNeal, Co-Gründerin und CEO von Thread AI, erwähnte vollständige Nachvollziehbarkeit stellt sicher, dass jede automatisierte Entscheidung von Auditoren überprüft werden kann.
Die Vereinbarung mit Thread AI fügt sich in Ricohs breitere Unternehmensinitiativen ein. Ricoh ist seit September 2025 Teil von Plug and Play, einer Innovationsplattform aus dem Silicon Valley, die grosse Unternehmen mit Start-ups, Universitäten, Investoren und Regierungsinstitutionen vernetzt. Dieses globale Ökosystem fördert technologische Innovationen. Das Pilotprojekt im Facility Management ist Teil von Ricohs Aktivitäten innerhalb dieses Netzwerks.
Die Integration von multimodaler KI und Digital-Twin-Infrastruktur bietet eine bewährte Vorlage für die Technologieeinführung im Bereich der Hardware-Wartung und der Anlageninspektion. Dies schafft die Grundlage für eine effizientere und zuverlässigere Betriebsführung in der Zukunft.
Angela McNeal, Co-Gründerin und CEO von Thread AI, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit:
"Unsere Arbeit mit Ricoh stellt einen wichtigen Meilenstein dar, um die Rolle der KI von der Experimentierphase auf die produktionsreife Ausführung auszuweiten. Durch die Integration unserer Orchestrierungs-Infrastruktur mit Ricohs Digital-Twin-Fähigkeiten befähigen wir Teams, Arbeitsabläufe sicher zu automatisieren, wertvolles Fachwissen einzubetten und schneller auf Bedingungen vor Ort zu reagieren als je zuvor – mit vollständiger Nachvollziehbarkeit und Kontrolle über jede KI-Aktion."
Yasuyuki Nomizu, CTO bei Ricoh, hob das Engagement des Unternehmens für offene Innovation hervor:
"Diese Partnerschaft unterstreicht Ricohs Engagement, offene Innovation durch die Zusammenarbeit mit externen Partnern voranzutreiben und modernste Technologien auf reale betriebliche Herausforderungen anzuwenden. Mit diesem internen Pilotprojekt machen wir einen wichtigen Schritt zur Transformation und Automatisierung der Facility-Management-Operationen an unseren Standorten in Japan."
Die Initiative von Ricoh und Thread AI demonstriert das Potenzial von KI-Orchestrierung und Digital-Twin-Technologien zur Optimierung komplexer Betriebsabläufe. Die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt in Japan werden voraussichtlich nicht nur zu internen Verbesserungen führen, sondern auch als Blaupause für zukünftige Entwicklungen im Bereich des intelligenten Facility Managements dienen und die Schaffung neuer digitaler Dienstleistungen ermöglichen.
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