Die Partnerschaft zwischen Microsoft und OpenAI, die seit 2019 besteht und bis 2030 läuft, bekommt eine neue Facette. OpenAI hat nun die Möglichkeit, Rechenkapazitäten auch von anderen Cloud-Anbietern neben Microsoft zu beziehen. Diese strategische Entscheidung gibt OpenAI mehr Flexibilität bei der Beschaffung der notwendigen Infrastruktur für seine KI-Entwicklungen.
Der Bedarf an Rechenleistung für KI-Modelle ist enorm und steigt stetig. OpenAI-CEO Sam Altman hat in der Vergangenheit wiederholt auf die Herausforderungen hingewiesen, die der Mangel an Rechenkapazitäten für das Wachstum seines Unternehmens darstellt. Die Erweiterung der Cloud-Strategie ermöglicht es OpenAI nun, auf ein breiteres Spektrum an Ressourcen zuzugreifen und Engpässe zu vermeiden.
Trotz dieser Öffnung für andere Cloud-Anbieter betont OpenAI, dass Microsoft ein wichtiger Investor und Partner bleibt. Die bestehenden Vereinbarungen, die Microsoft den Zugang zum geistigen Eigentum von OpenAI für Dienste wie Copilot gewähren, bleiben unverändert. Auch die exklusive Verfügbarkeit der OpenAI API über Azure sowie die Vereinbarungen zur Umsatzbeteiligung werden fortgesetzt.
Zeitgleich mit der Ankündigung der erweiterten Cloud-Strategie wurde die Beteiligung von OpenAI an einem neuen Joint Venture namens Stargate bekannt. In dieses Projekt sollen in den kommenden vier Jahren insgesamt 500 Milliarden US-Dollar in den Aufbau von KI-Rechenzentren investiert werden. Neben OpenAI sind auch Oracle und Softbank an Stargate beteiligt.
Oracle hatte bereits im Juni vergangenen Jahres bekannt gegeben, Rechenkapazitäten für OpenAI bereitzustellen. Dies war zu diesem Zeitpunkt jedoch eine einmalige Ausnahmegenehmigung von Microsoft. Die Beteiligung an Stargate unterstreicht nun die langfristige Strategie von OpenAI, in den Ausbau der KI-Infrastruktur zu investieren und sich dabei nicht auf einen einzigen Anbieter zu beschränken.
Die Erweiterung der Cloud-Strategie von OpenAI markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung des Unternehmens. Durch die Möglichkeit, Rechenkapazitäten von verschiedenen Anbietern zu beziehen, kann OpenAI flexibler auf den steigenden Bedarf reagieren und seine KI-Modelle weiterentwickeln. Gleichzeitig bleibt Microsoft ein wichtiger Partner, und die bestehenden Vereinbarungen zur Zusammenarbeit werden fortgesetzt. Die Beteiligung an Stargate unterstreicht das Engagement von OpenAI, in den Ausbau der KI-Infrastruktur zu investieren und die Zukunft der Künstlichen Intelligenz aktiv mitzugestalten.
Quellen: - Heise Online: OpenAI darf jetzt auch andere Cloud-Anbieter außer Microsoft nutzen - Affinis: Der Einsatz von Azure OpenAI für das eigene Unternehmen - Microsoft Learn: Azure OpenAI Service FAQ - The Decoder: Google drängt FTC zur Aufhebung von Microsofts exklusivem OpenAI Cloud-Deal - CIO: ChatGPT versus Microsoft Azure OpenAI und Copilot - Industry of Things: OpenAI-Microsoft-Partnerschaft: Dilemma - Heise Blog: OpenAI und Microsoft: Der Tragödie zweiter Teil - Microsoft Learn: Azure OpenAI Service – Modelle - The Decoder: OpenAI sucht für mehr Cloud-Rechenleistung nach Microsoft-Alternativen