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Microsoft startet Pilotprogramm für KI-gestützte Anzeigenauslieferung in Bing und Copilot

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April 28, 2026

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Microsoft führt "AI Max for Search" als offenes Pilotprogramm ein, um die Anzeigenauslieferung in Bing und Copilot durch KI-gestützte Abgleichung, Asset-Personalisierung und URL-Routing zu optimieren.
    • Die neue Funktionalität ermöglicht die Platzierung von Anzeigen in konversationellen KI-Umgebungen und geht über traditionelles Keyword-Targeting hinaus.
    • Erweiterte Sichtbarkeitsfunktionen in Microsoft Clarity bieten detaillierte Einblicke, wie KI-Systeme Inhalte entdecken und zitieren, und zeigen Content-Lücken auf.
    • Im E-Commerce-Bereich werden Copilot Checkout-Funktionen erweitert und die Unterstützung für Universal Commerce Protocol (UCP)-fähige Feeds im Microsoft Merchant Center eingeführt, um den Kaufprozess zu vereinfachen.
    • "Offer Highlights" ermöglichen die kontextbezogene Anzeige von Produktvorteilen direkt in Copilot-Konversationen.
    • Ein neues "Audience Generation"-Tool erlaubt die Zielgruppenbeschreibung in natürlicher Sprache, die von der KI in präzise Targeting-Einstellungen übersetzt wird.

    Microsofts KI-Initiativen: Eine neue Ära für die Suche und Werbung

    Microsoft Advertising bereitet die Einführung von "AI Max for Search" als offenes Pilotprogramm vor. Diese Initiative zielt darauf ab, die Anzeigenauslieferung über Bing, Copilot Search und Copilot Answers hinweg durch den Einsatz künstlicher Intelligenz grundlegend zu optimieren. Die Ankündigung unterstreicht Microsofts strategische Neuausrichtung, um Unternehmen in einer sich wandelnden digitalen Landschaft zu unterstützen, in der KI-Agenten zunehmend Entscheidungen beeinflussen.

    AI Max for Search: KI-gestützte Performance-Optimierung

    AI Max for Search nutzt künstliche Intelligenz, um Suchkampagnen durch erweiterten Suchanfragen-Abgleich, Personalisierung von Assets und intelligentes URL-Routing zu verbessern. Dieses Tool ist speziell dafür konzipiert, Werbetreibenden eine effektivere Präsenz auf KI-gestützten Suchoberflächen zu ermöglichen, wo Nutzeranfragen oft komplexer und konversationeller sind als herkömmliche Keyword-Suchen.

    Werbetreibende haben die Möglichkeit, sich für die Nutzung von AI Max zu entscheiden. Microsoft betont, dass gleichzeitig Kontrollmechanismen wie Marken- und Ausschlusslisten sowie Einschränkungen für Nachrichten hinzugefügt werden. Dies soll Werbetreibenden mehr Kontrolle über die Kampagnenauslieferung bieten. Von Beginn an werden Berichte zu Suchbegriffen und Assets verfügbar sein, die Transparenz darüber schaffen, wie AI Max Suchanfragen abgleicht, Creative Assets einsetzt und zu den Kampagnenergebnissen beiträgt.

    Die Einführung von AI Max ist Teil einer umfassenderen Strategie, die auch Aktualisierungen für Microsoft Clarity, das Microsoft Merchant Center, Copilot Checkout, Brand Agents, Offer Highlights und Tools zur Zielgruppenansprache umfasst. Microsoft positioniert diese Produkte als Unterstützung für Werbetreibende und Händler in den Bereichen Suche, KI-gestützte Entdeckung und E-Commerce innerhalb von Copilot.

    Interne Daten von Microsoft zeigen, dass der automatisierte Traffic schneller wächst als der menschliche Traffic. KI-gesteuerte Sitzungen haben sich im Jahr 2025 nahezu verdreifacht, und der Traffic von Agenten-basierten Browsern ist im Jahresvergleich um rund 8.000 % gestiegen. Diese Entwicklungen erfordern von Unternehmen, Informationen so bereitzustellen, dass KI-Systeme diese finden, zitieren und nutzen können. Dies umfasst Website-Inhalte, Produktdaten, Preise, Lagerbestände und strukturierte Handelsinformationen.

    Erweiterte KI-Sichtbarkeit in Microsoft Clarity

    Eine wichtige Neuerung ist die Erweiterung der KI-Sichtbarkeit in Microsoft Clarity. Diese Funktion, die im Februar erstmals ausgewählten Kunden zur Verfügung gestellt wurde, zeigt die Aktivitäten von KI-Bots und deren Zitate an. Dazu gehört auch, welche Webseiten in KI-generierten Antworten referenziert werden.

    Zukünftige Updates der Clarity AI Visibility sollen detailliertere Einblicke geben, welche Seiten KI-Antworten beeinflussen, auch wenn kein Klick auf die Website erfolgt. Das Tool wird zudem vergleichen, wie viel einer KI-Antwort auf Inhalte des eigenen Unternehmens im Vergleich zu Wettbewerbern zurückzuführen ist. Des Weiteren wird die erweiterte Clarity-Funktion anzeigen, wenn Seiten von Wettbewerbern anstelle der eigenen zitiert werden, welche Themen von Wettbewerbern dominiert werden und wo eigene Inhalte fehlen oder unterrepräsentiert sind. Microsoft erwartet, dass diese Erkenntnisse Marken helfen, Content-Lücken zu identifizieren und ihre Autorität in Schlüsselthemen zu stärken.

    UCP-fähige Feeds im Merchant Center

    Im Bereich E-Commerce führt Microsoft die Unterstützung für Universal Commerce Protocol (UCP)-fähige Feeds im Microsoft Merchant Center für Unternehmen in den Vereinigten Staaten ein. UCP-fähige Feeds sollen Unternehmen helfen, strukturierte Produktdaten bereitzustellen, die in Microsoft Copilot angezeigt werden können.

    Microsoft beschreibt offene Protokolle als eine gemeinsame Sprache für KI-Agenten, um mit Geschäftssystemen zu kommunizieren. UCP-fähige Feeds bieten Händlern eine strukturierte Möglichkeit, Produktinformationen an KI-Shopping-Systeme zu übermitteln.

    Zudem integriert Microsoft den Shopify-Katalog über seine Commerce-API in Copilot. Diese Integration ermöglicht Copilot den Zugriff auf Shopify-Produktdaten, einschließlich Preise, Lagerbestände und Produktattribute, ohne dass Händler separate Integrationen entwickeln oder zusätzliche Feeds pflegen müssen.

    Microsoft gibt an, dass der Shopify-Katalog Produktdaten in Echtzeit strukturiert, anreichert und syndiziert. Erste Ergebnisse zeigen, dass führende Shopify-Händler durch Echtzeit-Feeds aus dem Shopify-Katalog ein Wachstum des Impression Share in Copilot von fast 90 % verzeichneten.

    Erweiterung von Copilot Checkout

    Das Unternehmen erweitert auch Copilot Checkout, welches es Kunden ermöglicht, Käufe direkt innerhalb von Copilot abzuschliessen, wobei der Händler weiterhin als "Merchant of Record" fungiert. Microsoft plant, die Katalogdaten auf über 500.000 Händler auszuweiten und die Verfügbarkeit auf die mobilen Apps von Copilot auszudehnen.

    Target gehört zu den ersten Partnern für Loyalitätsprogramme in Copilot. Der Einzelhändler hat die Kontoverknüpfung aktiviert, sodass Target Circle-Mitglieder Vorteile wie exklusive Rabatte und kostenlosen Versand direkt auf der Checkout-Seite sehen können.

    Des Weiteren erweitert Microsoft Brand Agents, seine konversationellen Shopping-Assistenten für Händler-Websites. Die Funktion, ursprünglich für Shopify-Händler eingeführt, wird nun auf WooCommerce-Händler ausgeweitet und unterstützt Marken- und Richtlinienmaterialien sowie verbesserte Berichte.

    Brand Agents sollen Einkaufsassistenz direkt auf den Websites der Händler anbieten, nicht nur innerhalb von Copilot. Microsoft berichtet, dass Kunden, die Brand Agents nutzen, eine durchschnittliche Steigerung der Konversionen um das Zweifache im Vergleich zu nicht-assistierten Sitzungen verzeichnen konnten.

    Offer Highlights in Copilot

    Das Unternehmen hat zudem "Offer Highlights" für Copilot eingeführt. Dieses Anzeigenformat ermöglicht es Einzelhändlern, Produkt- oder Angebotsdetails, wie kostenlosen Versand oder Abholung im Geschäft, direkt in Copilot-Konversationen zu bewerben.

    Microsoft erklärt, dass Offer Highlights Angebotsdetails anzeigen können, die mit der Anfrage eines Nutzers verknüpft sind. Zukünftig sollen Marken eine breitere Palette von Vorteilen hervorheben können, die sich an den Kontext jeder Konversation und Suchanfrage anpassen.

    Offer Highlights sind für Einzelhandelsanwendungen in englischsprachigen Märkten verfügbar. Microsoft gibt an, dass das Format in Anzeigen auf Produktdetailseiten in Microsoft Copilot, Edge und Bing erscheinen wird.

    Werbetreibende können die gewünschten Produktdifferenzierungsmerkmale über das Microsoft Merchant Center bereitstellen. Best Buy gehört zu den ersten Unternehmen, die Offer Highlights aktiviert haben.

    Audience Generation im Pilotprogramm

    Microsoft startet ausserdem "Audience Generation" in einem geschlossenen Pilotprogramm in den Vereinigten Staaten und Kanada. Dieses Tool ermöglicht es Werbetreibenden, eine Zielgruppe in natürlicher Sprache zu beschreiben, die Microsoft AI dann in Targeting-Einstellungen übersetzt.

    Das Unternehmen erklärt, dass Audience Generation demografische Merkmale, Standorte, In-Market-Signale und von Copilot erstellte benutzerdefinierte Zielgruppen empfehlen kann. Microsoft nannte als Beispiel einen Werbetreibenden, der eine standortbasierte Kundengruppe mit Alter, Einkommen, Veranstaltungsbesuchen und Einkaufsinteressen beschreibt, woraufhin das System diese Beschreibung in Targeting-Einstellungen umwandelt.

    Auswirkungen auf Paid Media, SEO, E-Commerce und Analytics

    Die aktuellen Entwicklungen bei Microsoft Advertising signalisieren eine tiefgreifende Transformation im digitalen Marketing. Die Verlagerung hin zu KI-gestützten Interaktionen erfordert von Unternehmen eine Neubewertung ihrer Strategien in Paid Media, SEO, E-Commerce und Analytics.

    Paid Media

    Für Paid Media-Teams bedeutet die Einführung von AI Max und Offer Highlights, die Kampagnenstrategie neu zu bewerten. Es gilt, Kampagnen zu identifizieren, in denen konversationelle Absichten eine Rolle spielen könnten, Landing Pages auf ihre Relevanz zu prüfen, Messaging-Einschränkungen zu definieren und KI-gestützte Erweiterungen zu testen, ohne die Performance-Verantwortung aufzugeben. Es ist entscheidend, dass die Anzeigentexte tatsächlich entscheidungsrelevante Informationen vermitteln und nicht nur generische Werbeaussagen enthalten.

    SEO und Content-Strategie

    SEO- und Content-Teams müssen erkennen, dass die KI-Sichtbarkeit zu einem zentralen Faktor der Auffindbarkeit wird. Inhalte sollten so aktualisiert werden, dass sie spezifische Fragen klar beantworten, mit einer starken H1- und H2-Struktur, direkten Definitionen, sinnvollen Tabellen, prägnanten Antwortblöcken, aktuellen Fakten und expliziten Differenzierungen. Umsatzrelevante Seiten dürfen sich nicht auf vage Formulierungen oder versteckte Informationen verlassen. Produktspezifische und servicebezogene Seiten sollten die wichtigsten Details leicht zugänglich machen.

    E-Commerce

    Für E-Commerce-Teams rückt die Qualität der Produktdaten in den Vordergrund. Feed-Qualität im Merchant Center, Schema-Markup, Produktattribute, Verfügbarkeit, Versanddetails, Rückgabeinformationen und Loyalitätslogik müssen aus der Perspektive der maschinellen Interpretation überprüft werden. Sollten Copilot Checkout und agentengesteuerte Entdeckungen zunehmen, werden die erfolgreichen Marken nicht unbedingt diejenigen mit der lautesten Kreativität sein, sondern jene mit den klarsten und vertrauenswürdigsten Handelsdaten.

    Analytics

    Analytics-Teams sollten die KI-Sichtbarkeit als Anlass nehmen, ihre Messmodelle zu überdenken. Traditionelle Attributionsmodelle erfassen möglicherweise nicht vollständig die KI-gestützte Produktentdeckung oder zitiergesteuerte Beeinflussung. Neue Dashboards, Diagnosewerkzeuge und Methoden zur Verbindung von Content-Performance mit umfassenderen Ergebnissen der Nachfragegenerierung werden erforderlich sein.

    Agenturen

    Für Agenturen ergeben sich durch diese Veränderungen neue Chancen, sich von der reinen Kanalumsetzung hin zur Infrastrukturberatung zu entwickeln. Kunden benötigen zunehmend Unterstützung bei der Feed-Bereitschaft, Content-Strukturierung, KI-Auffindbarkeit, Analyseinterpretation und funktionsübergreifenden Koordination. Agenturen, die Paid Media-Performance mit Content- und Commerce-Bereitschaft verbinden können, werden eine stärkere Position einnehmen.

    Praktischer Implementierungsplan für Werbetreibende

    Es ist nicht notwendig, alle Prozesse sofort zu überarbeiten. Ein schrittweiser Implementierungsplan ist ratsam:

    - Beginnen Sie mit Ihren wichtigsten Seiten und Kampagnen. Für Einzelhändler sind dies wahrscheinlich die meistverkauften Produktkategorien, Top-Produkte und der Merchant Center Feed. Für Lead-Generierungsunternehmen sind es die Service-Seiten mit der höchsten Absicht, die erfolgreichsten Paid Search-Kampagnen und die Landing Pages mit dem qualifiziertesten Traffic. - Überprüfen Sie Ihre Inhalte und Produktinformationen auf maschinelle Klarheit. Sind Ihre Seitentitel spezifisch? Spiegelt die Überschriftenstruktur tatsächliche Nutzerfragen wider? Sind wichtige Verkaufsargumente im Text und nicht in Grafiken oder versteckt? Sind Versand-, Rückgabe-, Kompatibilitäts- und Preisdetails leicht auffindbar? Ist Schema-Markup korrekt implementiert? Sind Ihre Feeds aktuell und vollständig? - Testen Sie die neuen Werbefunktionen schrittweise. AI Max sollte dort eingesetzt werden, wo die Breite der Suchanfragen und konversationelle Absichten zusätzliche Möglichkeiten schaffen können, nicht blindlings über ein gesamtes Konto. Angebotsbezogene Botschaften sollten mit echten Geschäftsvorteilen übereinstimmen und nicht mit generischen Angeboten, die jeder Wettbewerber beanspruchen kann. Prompts für die Zielgruppen-Generierung sollten strategischen Briefings ähneln und keine vagen Kundenstereotype sein. - Erstellen Sie gleichzeitig eine Messschicht für KI-Sichtbarkeit und KI-gestützte Journeys. Auch wenn die Berichterstattung noch am Anfang steht, werden Marken, die jetzt beginnen, Zitationsmuster, Wettbewerbspräsenz und Content-Lücken zu beobachten, eine bessere Grundlage haben als diejenigen, die auf einen vollständig ausgereiften Standard warten.

    Der grösste Fehler wäre anzunehmen, dass diese Tools nur für Grossunternehmen relevant sind. Oft können kleinere oder mittelständische Marken schneller profitieren, da sie ihre Teams schneller abstimmen und Inhalte aktualisieren können. Entscheidend ist nicht die Unternehmensgrösse, sondern die Bereitschaft, KI-Bereitschaft als operative Disziplin und nicht als vorübergehenden Trend zu behandeln.

    Fazit und Ausblick

    Microsofts aktuelle Werbe-Updates sind als Infrastruktur für die nächste Generation der Suche und des Handels zu verstehen. AI Max adressiert, wie Kampagnen komplexere Absichten abgleichen können. Offer Highlights zeigen, wie Anzeigen in KI-Konversationen nützlicher werden können. Audience Generation befasst sich damit, wie Strategien effizienter in Targeting übersetzt werden können. Clarity AI Visibility schliesst die Messlücke, die durch KI-gestützte Entdeckungen entsteht. Copilot Checkout und das Universal Commerce Protocol adressieren die Transaktionsebene.

    Für Werbetreibende ist die praktische Reaktion weder Panik noch Hype, sondern Vorbereitung. Dies umfasst die Bereinigung von Feeds, die Verbesserung der Seitenstruktur, die Präzisierung der Angebotssprache, das sorgfältige Testen der Kampagnentools und die Beobachtung, wie KI-Systeme die eigene Marke repräsentieren. Unternehmen, die diese Schritte gewissenhaft umsetzen, werden nicht nur leichter zu finden sein, sondern auch für KI-Systeme leichter zu verstehen, zu vergleichen, zu vertrauen und zu empfehlen.

    Bibliography

    - ALM Corp. (2026, April 24). Microsoft Advertising AI Max, Copilot Checkout, and Clarity AI Visibility. - Adegbola, A. (2026, April 21). Microsoft launches AI Max and new ad tools for the “agentic web” era. Search Engine Land. - Condon, S. (2026, April 22). Microsoft AI Max: What Marketers Need to Know. Rank Rise. - Janosi, M. (2026, April 27). Microsoft AI Max Places Search Ads Inside Copilot Responses. DesignRush. - Microsoft Advertising. (2026, April 21). Win across all three eras of the web. - Muhammad Zulhusni. (2026, April 28). Microsoft prepares AI Max for Search pilot across Bing and Copilot. MarketingTech News. - Oboh, N. (2026, April 21). Microsoft Launches AI Max for Search Campaigns. The Keyword. - Solanki, R. (2026, March 13). How to Succeed with Microsoft Ads in the AI Search Era. PUSH Group. - The Copilot Team. (2025, November 7). Bringing the best of AI search to Copilot. Microsoft Copilot Blog.

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