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Künstliche Intelligenz identifiziert Schwachstellen in kryptografischen Algorithmen

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July 31, 2026

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Anthropics KI-Modell Claude Mythos Preview identifizierte mathematische Schwachstellen in kryptografischen Algorithmen.
    • Betroffen sind eine reduzierte Version des Advanced Encryption Standard (AES) und das Post-Quanten-Signaturschema HAWK.
    • Die KI agierte weitgehend autonom in einem Multi-Agenten-System und konstruierte Angriffe mit erheblichen API-Kosten.
    • Menschliche Forscher konzentrierten sich primär auf Projektmanagement, einfache Prompts und die Überprüfung der Ergebnisse.
    • Die Entdeckungen haben derzeit keine unmittelbaren Auswirkungen auf produktiv eingesetzte Systeme, verdeutlichen jedoch das Potenzial von KI in der Kryptanalyse.
    • Das HAWK-Entwicklerteam zog seinen Vorschlag aus dem US-Standardisierungsverfahren zurück.

    KI-gestützte Kryptanalyse: Claude Mythos entdeckt mathematische Schwachstellen in Verschlüsselungsalgorithmen

    In einer bemerkenswerten Entwicklung im Bereich der Cybersicherheit und Künstlichen Intelligenz hat das KI-Modell Claude Mythos Preview des Unternehmens Anthropic mathematische Schwachstellen in etablierten kryptografischen Algorithmen aufgedeckt. Diese Entdeckungen, die sowohl eine reduzierte Version des Advanced Encryption Standard (AES) als auch das Post-Quanten-Signaturschema HAWK betreffen, markieren einen potenziellen Paradigmenwechsel in der Kryptoanalyse und der Rolle von KI bei der Absicherung digitaler Infrastrukturen.

    Autonome Schwachstellenanalyse durch Claude Mythos Preview

    Das KI-Modell Claude Mythos Preview demonstrierte die Fähigkeit, über das Auffinden von reinen Implementierungsfehlern hinauszugehen und fundamentale mathematische Schwachstellen in kryptografischen Verfahren zu identifizieren. Dies ist ein entscheidender Unterschied zu früheren KI-Anwendungen in der Sicherheit, die sich oft auf die Erkennung von Fehlern in der Code-Implementierung beschränkten. Die von Anthropic veröffentlichten Forschungsergebnisse zeigen, dass leistungsfähige KI-Modelle einen signifikanten Beitrag zur Überprüfung und Weiterentwicklung kryptografischer Verfahren leisten können.

    Interessanterweise agierte das Modell in einem Multi-Agenten-System weitgehend autonom. Die Konstruktion der Angriffe war mit erheblichen API-Kosten verbunden, die in einem Fall auf rund 100.000 US-Dollar geschätzt wurden. Die Rolle der menschlichen Forscher beschränkte sich dabei primär auf das Projektmanagement, die Bereitstellung einfacher Prompts und die anschließende Verifizierung der von der KI generierten Ergebnisse.

    Reduzierte AES-Variante und das Post-Quanten-Verfahren HAWK im Fokus

    Eine der von Claude Mythos Preview identifizierten Schwachstellen betrifft eine reduzierte Version des weitverbreiteten Internet-Verschlüsselungsstandards AES. Obwohl diese spezifische Schwachstelle keine unmittelbaren Auswirkungen auf die aktuell in Produktivsystemen eingesetzten AES-Varianten hat, verdeutlicht sie das Prinzip, dass KI auch in lange etablierten und als sicher geltenden Algorithmen neue Angriffspunkte aufdecken kann.

    Deutlichere Konsequenzen hatte die Analyse für das Post-Quanten-Signaturschema HAWK. Dieses Verfahren, das als Kandidat für zukünftige kryptografische Standards im Zeitalter von Quantencomputern galt, wurde von Claude Mythos Preview einer kritischen Prüfung unterzogen. Innerhalb von etwa 60 Stunden identifizierte das KI-Modell eine mathematische Schwäche in HAWK-256, die die erforderlichen Angriffskosten von 2^64 auf 2^38 Operationen senkte. Bei HAWK-512 wurde eine Gitter-Symmetrie entdeckt, welche die Komplexität der Schlüsselrekonstruktion von 2^150 auf 2^108 Operationen reduzierte. Diese Entdeckung führte dazu, dass das Entwicklerteam von HAWK seinen Vorschlag aus dem US-Standardisierungsverfahren zurückzog.

    Implikationen für die Kryptografie und Cybersicherheit

    Die von Anthropic erzielten Ergebnisse werfen wichtige Fragen hinsichtlich der Zukunft der Kryptografie und der Rolle von KI in der Sicherheitsforschung auf. Auch wenn die unmittelbaren Auswirkungen auf aktuell eingesetzte Systeme als gering eingeschätzt werden, ist die Signalwirkung dieser Entdeckungen nicht zu unterschätzen.

    Die Fähigkeit von KI-Modellen, komplexe mathematische Strukturen in Verschlüsselungsalgorithmen zu analysieren und Schwachstellen zu identifizieren, die selbst menschlichen Experten übersehen wurden, unterstreicht das enorme Potenzial von KI als Werkzeug in der Kryptanalyse. Dies könnte bedeuten, dass die Entwicklung und Validierung kryptografischer Verfahren in Zukunft verstärkt KI-gestützt erfolgen wird.

    Gleichzeitig verdeutlichen die Erkenntnisse die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Überprüfung und Anpassung der Sicherheitsstandards. Die rasante Entwicklung der KI-Fähigkeiten könnte fundamentale Annahmen über die Sicherheit kryptografischer Verfahren untergraben und erfordert eine proaktive Herangehensweise an die Cybersicherheit.

    Für Unternehmen, insbesondere im B2B-Bereich, bedeutet dies eine verstärkte Auseinandersetzung mit KI-gestützten Sicherheitslösungen und der Integration von KI in die eigene Sicherheitsstrategie. Die Fähigkeit, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und abzuwehren, wird zunehmend von der effektiven Nutzung fortschrittlicher Technologien wie Künstlicher Intelligenz abhängen.

    Ausblick

    Die Entdeckungen von Claude Mythos Preview sind ein Indikator für die wachsende Bedeutung von KI in der Sicherheitsforschung. Sie zeigen auf, dass KI nicht nur als Bedrohung, sondern auch als mächtiges Werkzeug zur Stärkung der digitalen Sicherheit dienen kann. Die weitere Entwicklung und Integration von KI in die Kryptanalyse wird ein entscheidender Faktor für die Resilienz unserer digitalen Infrastrukturen im Angesicht sich ständig weiterentwickelnder Bedrohungen sein.

    Bibliography - heise.de – Anthropics Claude entdeckt Schwachstelle in Krypto-Algorithmus (Dirk Knop) - computerbase.de – KI findet mathematische Schwachstellen in Krypto-Verfahren (Michael Schäfer) - the-decoder.de – Anthropics KI-Modell Mythos Preview findet Schwachstellen in kryptografischen Algorithmen, die das Internet absichern (Matthias Bastian) - drweb.de – Wie schwächt Anthropics KI das Post-Quanten-Verfahren HAWK? (Dr. Web) - finanzen.at – Anthropics Claude entdeckt Schwachstelle in Krypto-Algorithmus - linux-magazin.de – Claude Mythos findet Schwachstelle in A.E.S-Verschlüsselung (Jens-Christoph Brendel) - yellow.com – KI-Modell von Anthropic halbiert Sicherheit von Quantensignatur HAWK in 60 Stunden – Entwickler ziehen Kandidat zurück (Alexey Bondarev) - trendingtopics.eu – Anthropics Mythos-Modell knackte bereits Verschlüsselungs-Algorithmen (Jakob Steinschaden) - 24-ai.news – Claude entdeckt Schwächen in HAWK und AES (24 AI Redaktion) - news.finst.com – Anthropic lässt Claude Schwachstellen in Verschlüsselung finden

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