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Finanzierungsherausforderungen und Perspektiven für Open-Source-Projekte im Kontext des pgBackRest-Endes

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May 1, 2026

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Das beliebte PostgreSQL-Backup-Tool pgBackRest wird nicht länger aktiv weiterentwickelt, da sein Hauptentwickler David Steele die Finanzierung nicht sichern konnte.
    • Die Einstellung des Projekts löst in der Open-Source-Community eine Debatte über die Nachhaltigkeit der Finanzierung kritischer Infrastrukturprojekte aus, insbesondere im Kontext des aktuellen KI-Booms.
    • Unternehmen, die stark von Open-Source-Software profitieren, werden aufgefordert, stärker zur Finanzierung und Wartung beizutragen.
    • Es werden verschiedene Alternativen zu pgBackRest diskutiert, darunter Barman, WAL-G und native PostgreSQL-Funktionen, sowie die Möglichkeit von Community-Forks.
    • Die Situation verdeutlicht die Fragilität vieler Open-Source-Projekte, die oft von Einzelpersonen oder kleinen Teams getragen werden.
    • Langfristig werden neue Finanzierungsmodelle und Regulierungen für Open Source im Zeitalter der KI gefordert, um die digitale Infrastruktur zu sichern.

    Fragilität der digitalen Infrastruktur: Das Ende von pgBackRest und die Debatte um Open-Source-Finanzierung im KI-Zeitalter

    Die Nachricht, dass das weithin genutzte PostgreSQL-Backup-Tool pgBackRest nicht mehr aktiv gepflegt wird, hat in der Open-Source-Welt eine intensive Diskussion ausgelöst. David Steele, der Hauptentwickler des Projekts, gab bekannt, dass er keine ausreichende Finanzierung finden konnte, um seine Arbeit fortzusetzen, und hat das Projekt auf GitHub archiviert. Dieser Schritt wirft ein Schlaglicht auf die prekäre finanzielle Lage vieler kritischer Open-Source-Projekte und die Notwendigkeit nachhaltiger Finanzierungsmodelle, insbesondere angesichts des rasanten Aufstiegs der Künstlichen Intelligenz (KI).

    Der Hintergrund: Ein essenzielles Tool wird obsolet

    pgBackRest hat sich über 13 Jahre hinweg als ein Eckpfeiler der PostgreSQL-Infrastruktur etabliert. Es bot eine robuste und funktionsreiche Lösung für inkrementelle Backups, Point-in-Time-Recovery (PITR), Parallelwiederherstellung und Cloud-Speicherintegration. Viele Unternehmen, von kleinen Start-ups bis zu großen Konzernen, vertrauten auf dieses Tool zur Sicherung ihrer wertvollen Daten.

    David Steele hatte das Projekt über Jahre hinweg mit Leidenschaft vorangetrieben, oft mit Unterstützung durch Unternehmenssponsoring, zuletzt durch Crunchy Data. Nach dem Verkauf von Crunchy Data an Snowflake im Jahr 2025 änderte sich die strategische Priorität. Steele konnte keine neue Position finden, die ihm die Fortsetzung seiner Arbeit an pgBackRest ermöglicht hätte, und auch Bemühungen zur Sicherung unabhängiger Sponsoren blieben erfolglos. Diese Entwicklung zeigt exemplarisch, wie die Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen oder Personen ein erhebliches Risiko für die Stabilität von Open-Source-Projekten darstellen kann.

    Die Rolle der KI und die Herausforderungen für Open Source

    Die Einstellung von pgBackRest wird von vielen in der Community als Symptom eines breiteren Problems betrachtet: der "KI-Goldrauschs". Laetitia Avrot, ein ehemaliges Mitglied des Postgres Code of Conduct Committee, weist darauf hin, dass Unternehmen derzeit offenbar mehr Wert auf die Bereitstellung von RAM und GPUs für KI-Anwendungen legen als auf die Finanzierung grundlegender Infrastruktursoftware. Das Open-Source-Modell, so Avrot, funktioniere nur, wenn diejenigen, die den Wert aus der Software schöpfen, auch zu deren Erhalt beitragen.

    Diese Beobachtung wird durch weitere Beispiele untermauert: Projekte wie Tailwind CSS mussten Personal entlassen, da ihre Einnahmen durch KI-Tools, die kostenlosen Code generieren, drastisch sanken. KI-Modelle werden mit riesigen Mengen an Open-Source-Code trainiert, wodurch sie in der Lage sind, Aufgaben zu automatisieren, die zuvor menschliche Expertise erforderten. Dies untergräbt die traditionellen Geschäftsmodelle, die viele Open-Source-Projekte am Leben erhalten, wie etwa den Verkauf von Designvorlagen oder den Support für spezifische Anwendungen.

    Das Problem verschärft sich auch durch die massive Zunahme von KI-generierten Bug-Reports und Sicherheitsmeldungen, die Open-Source-Entwickler überfordern und von der eigentlichen Weiterentwicklung abhalten. Die Linux Foundation und Tech-Unternehmen haben hierfür bereits eine Initiative gestartet, um Unterstützung zu bieten, doch die grundlegende Frage der Finanzierung bleibt bestehen.

    Die Suche nach Alternativen und die Zukunft von pgBackRest

    Für Anwender von pgBackRest stellt sich nun die dringende Frage nach Alternativen. Die Community diskutiert verschiedene Optionen:

    • Barman: Ein weiteres etabliertes Backup-Tool, das ursprünglich von 2ndQuadrant entwickelt wurde und nun von EDB gepflegt wird. Es bietet einen vergleichbaren Funktionsumfang wie pgBackRest.
    • WAL-G: Ein in Go geschriebenes, Cloud-natives Tool, das ursprünglich von Yandex stammt und nun von der Community gepflegt wird. Es wird zunehmend in Cloud-nativen Umgebungen eingesetzt.
    • Native PostgreSQL-Funktionen: Seit PostgreSQL 17 ermöglichen pg_basebackup --incremental und pg_combinebackup inkrementelle Backups direkt. Allerdings fehlt es hier an integriertem Retention-Management und erweiterten Funktionen, die eine manuelle Skripterstellung erfordern.
    • Cloud-Managed Backups: Für Nutzer von Managed PostgreSQL-Diensten wie AWS RDS, Azure oder Google Cloud SQL übernehmen die Anbieter das Backup-Management. Hier liegt die Herausforderung in der Überprüfung der tatsächlichen Wiederherstellungsprozesse.
    • Community-Forks: Angesichts der soliden Codebasis von pgBackRest und seiner MIT-Lizenz ist ein Fork durch die Community wahrscheinlich. David Steele hat explizit darum gebeten, in diesem Fall einen neuen Namen zu wählen, um eine klare Trennung und ein neues Vertrauensverhältnis aufzubauen.

    Es wird betont, dass pgBackRest in seiner aktuellen Version (v2.58.0) weiterhin funktionsfähig ist und PostgreSQL bis Version 18 unterstützt. Anwender sollten jedoch eine Migration innerhalb der nächsten Monate bis zu einem Jahr planen, da keine weiteren Bugfixes oder Sicherheitsupdates mehr zu erwarten sind.

    Langfristige Perspektiven und neue Finanzierungsmodelle

    Die Situation um pgBackRest hat die Diskussion über nachhaltige Finanzierungsmodelle für Open Source neu entfacht. Mehrere Ansätze werden diskutiert:

    • Verpflichtende Ausgleichszahlungen der KI-Giganten: Eine Idee ist, dass KI-Anbieter, die von Open-Source-Code profitieren, einen Teil ihrer Gewinne an Open-Source-Stiftungen zurückgeben sollten. Die Realität zeigt jedoch, dass viele KI-Unternehmen trotz hoher Bewertungen noch keine nachhaltigen Geschäftsmodelle haben und selbst stark auf Risikokapital angewiesen sind.
    • "Compute-Sharing": Da KI-Firmen über enorme Rechenkapazitäten verfügen, könnten sie verpflichtet werden, einen Teil ihrer GPU-Cluster für Open-Source-Projekte zur Verfügung zu stellen. Dies würde Stiftungen ermöglichen, eigene Modelle zu trainieren oder komplexe Analysen durchzuführen.
    • Restriktivere Lizenzen: Eine Rückkehr zu restriktiveren Lizenzmodellen wie Dual-Licensing, ähnlich dem von MySQL, könnte eine Lösung sein. Dabei wäre die Nutzung für die menschliche Entwicklung frei, die automatisierte kommerzielle Nutzung durch KIs jedoch kostenpflichtig oder zustimmungspflichtig.
    • Staatliche Förderung als kritische Infrastruktur: Die Betrachtung von Software als kritische Infrastruktur, ähnlich wie Straßen oder Brücken, könnte eine staatliche Finanzierung von Open-Source-Stiftungen durch Digitalsteuern für Großkonzerne rechtfertigen.
    • "Proof of Human Contribution": Mechanismen, die den Wert menschlicher Arbeit im Code verifizieren und zertifizieren, könnten eine Einnahmequelle für Open-Source-Projekte schaffen, indem Unternehmen für "handgefertigte" und sichere Software bezahlen.

    Die Debatte verdeutlicht, dass die Ära der reinen Freiwilligkeit im Open-Source-Bereich an ihre Grenzen stößt. Es bedarf eines Systems, das den Wert der zugrunde liegenden Arbeit schützt und sicherstellt, dass die "Intelligenz" der Maschinen nicht zum Nachteil der menschlichen Zusammenarbeit wird. Die Zukunft der digitalen Infrastruktur hängt maßgeblich davon ab, wie diese Herausforderungen gemeistert werden.

    Schlussbetrachtung für B2B-Entscheider

    Für Unternehmen, die auf Open-Source-Software angewiesen sind, ergeben sich aus dieser Entwicklung klare Implikationen. Es ist entscheidend, die Abhängigkeiten von einzelnen Projekten und Maintainern genau zu analysieren. Eine Diversifizierung der genutzten Tools und die aktive Beteiligung an der Open-Source-Community – sei es durch finanzielle Unterstützung, Code-Beiträge oder die Bereitstellung von Ressourcen – werden zunehmend wichtiger. Die langfristige Stabilität und Sicherheit der eigenen IT-Infrastruktur hängt direkt von der Gesundheit des Open-Source-Ökosystems ab. Die aktuelle Situation um pgBackRest ist ein Weckruf, die Art und Weise, wie wir Open Source nutzen und finanzieren, grundlegend zu überdenken.

    Bibliographie

    • Wolf Hosbach, "Geld für KI statt Open Source: pgBackRest-Projekt gibt auf", heise online, 30. April 2026.
    • Jan Wieremjewicz, "pgBackRest is archived, what now?", Percona Community, 28. April 2026.
    • "pgBackRest is no longer maintained", LWN.net, 27. April 2026.
    • Oz, "Black Monday in the PostgreSQL World: Is pgBackRest Dead?", PostgreSQL Blog, Medium, April 2026.
    • "pgBackRest is dead. Now what?", My DBA Notebook, 27. April 2026.
    • "Notice of Obsolescence", thebuild.com, 27. April 2026.
    • Leserartikel - "Der KI-Parasit: Warum Open Source vor einem gefährlichen Umbruch steht", ComputerBase Forum, 1. Februar 2026.
    • Janos Kapuvar, "Open Source und KI: 'Fördergelder allein werden das Problem nicht lösen'", Linux-Magazin, 23. März 2026.
    • "Open-Source-Projekt klagt über massive Belastung durch KI-Müll", derStandard.at, 27. Februar 2026.

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