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Red Hat hat mit den jüngsten Erweiterungen seiner OpenShift-Plattform bedeutende Schritte unternommen, um den Anforderungen moderner IT-Infrastrukturen gerecht zu werden. Die Neuerungen konzentrieren sich auf die Bereiche Souveräne Künstliche Intelligenz (KI), die Optimierung von Migrationsprozessen und die Weiterentwicklung der Virtualisierung. Diese Entwicklungen zielen darauf ab, Unternehmen eine einheitliche, flexible und sichere Plattform für ihre vielfältigen Workloads zu bieten.
Ein zentraler Fokus der aktuellen Entwicklungen liegt auf der Souveränen KI. Hierbei geht es darum, Unternehmen und Regierungen die vollständige Kontrolle über ihre KI-Systeme, Daten und deren Verarbeitung zu ermöglichen. Red Hat verfolgt einen Service-Provisioning-Ansatz, der es Partnern und Kunden erlaubt, virtuelle Maschinen, Cluster, GPU-Ressourcen und Inferenzdienste innerhalb definierter Betriebsgrenzen bereitzustellen. Dies ist besonders relevant für Branchen mit hohen Compliance-Anforderungen, wie den öffentlichen Sektor, das Gesundheitswesen und Finanzdienstleister.
Die Souveräne KI adressiert die Notwendigkeit, Daten und Workloads innerhalb spezifischer geografischer Grenzen zu halten und lokale Gesetze sowie Vorschriften einzuhalten. Red Hat unterstützt dies durch hardwaregestützte Confidential Containers, vertrauliche Hosts und Funktionen für eine vertrauenswürdige Lieferkette. Für Europa plant Red Hat zudem eine regionale Bereitstellung von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) Software- und Update-Streams, um die Resilienz kritischer Softwarelieferketten zu erhöhen und überregionale Abhängigkeiten zu minimieren. Ein weiteres Element ist der Confirmed Sovereign Support in der EU, ein Supportmodell mit regional kontrollierten Eskalations- und Betriebsprozessen.
Die Architektur Souveräner KI basiert auf drei Säulen:
Red Hat OpenShift AI bietet in diesem Kontext eine gehärtete, unternehmensgerechte Basis, die den spezifischen Anforderungen von geschützten, eigenständigen KI-Fabriken gerecht wird. Es unterstützt Deployments auf Bare-Metal, Private Clouds oder bei souveränen Cloud-Partnern und bietet eine einheitliche MLOps Control Plane zur Verwaltung komplexer Abhängigkeiten zwischen Betriebssystem, Hardware und Anwendungsschicht.
Red Hat erweitert OpenShift zu einer noch breiteren Infrastrukturplattform. Mit Bare Metal as a Service wird es künftig möglich sein, physische Server direkt über OpenShift zu verwalten. Dies bedeutet, dass nicht nur Cloud-native Anwendungen, sondern auch klassische Workloads und Hardware in einem einheitlichen Betriebsmodell integriert werden können.
Für Entwickler wurde der Red Hat Desktop vorgestellt, eine Umgebung, die Linux-, Windows- und Mac-Clients mit Red Hat-Plattformen verbindet. Basierend auf Podman Desktop und ergänzt durch einen Katalog gehärteter Images, soll dies sichere Entwicklungsprozesse vom lokalen Rechner bis in produktive OpenShift- und KI-Umgebungen unterstützen. Zusätzlich werden eine Trusted Software Factory und Trusted Libraries eingeführt, die auf CNCF-Technologien und Best Practices für Software-Lieferketten basieren, um Unternehmen beim Aufbau von Build-Prozessen mit vollständiger Nachvollziehbarkeit und Attestierung zu unterstützen.
Red Hat OpenShift 4.21 bringt weitere spezifische KI-Funktionen mit sich, darunter den JobSet-Operator zur Orchestrierung verteilter Workloads und den Dynamic Resource Allocation (DRA)-Operator. Letzterer ermöglicht die attributbasierte Zuweisung von GPU-Ressourcen für KI-Training, priorisierte Alternativen bei Geräteanforderungen und einen Namespace-gesteuerten Admin-Zugriff. Dies soll eine intelligentere Skalierung und effizientere Nutzung von Hochleistungs-Hardware wie GPUs gewährleisten.
Die Migration bestehender Virtualisierungsumgebungen auf OpenShift bleibt ein wichtiges Thema. Der neue Migration Advisor unterstützt Unternehmen bei der Bewertung ihrer vorhandenen Umgebungen und liefert frühzeitig Hinweise zu Aufwand, Risiken und optimalen Migrationspfaden. Dieses Tool basiert auf Erfahrungen aus dem Virtualization Migration Assessment und ermöglicht eine passive Analyse der Infrastruktur.
Die OpenShift Virtualization wird um eine Funktion zur Live-Migration virtueller Maschinen zwischen Kubernetes-Clustern erweitert. Dies ermöglicht die Verschiebung aktiver VMs ohne Ausfallzeiten, was für Wartungsarbeiten, den Ausgleich von Ressourcen über Regionen hinweg oder die Migration auf neuere Hardware von Vorteil ist. Neue Right-Sizing-Funktionen sollen zudem helfen, Speicher- und Rechenressourcen effizienter zu nutzen. Mike Barrett, Vice President und General Manager von Red Hat Hybrid Platforms, betont, dass Kunden die vorhandene Infrastruktur dichter auslasten möchten, anstatt sofort neue Systeme anzuschaffen. OpenShift soll künftig präziser anzeigen, wo virtuelle Maschinen überdimensioniert sind und Clusterkapazitäten effizienter genutzt werden können.
Die Zahlen belegen den Erfolg dieses Ansatzes: Im Zeitraum 2025/2026 wurde ein Wachstum von 417 Prozent bei virtuellen Maschinen mit OpenShift Virtualization verzeichnet, begleitet von einem Anstieg der Kundenkonten um 70 Prozent. Dies unterstreicht die Akzeptanz des Angebots im Markt, insbesondere bei Unternehmen, die Alternativen oder Ergänzungen zu klassischen Virtualisierungslösungen suchen.
Weiterhin wird die Unterstützung für reine IPv6-Control Planes und sekundäre Netzwerke eingeführt, was für Unternehmen mit begrenzten IPv4-Adressen einen wichtigen Schritt darstellt und die Netzwerkarchitekturen vereinfacht. Die Möglichkeit, OpenShift Virtualization auf Google Cloud Bare Metal auszuführen, bietet Unternehmen die Flexibilität der Cloud bei gleichzeitiger voller Performance und vorhersagbarer Latenz eines On-Premise-Servers.
Die Integration von Red Hat OpenShift Lightspeed, einem KI-Assistenten, in die Benutzeroberfläche von OpenShift Virtualization ermöglicht Virtualisierungsadministratoren kontextbezogene, KI-gestützte Einblicke zur Fehlerbehebung, ohne die Oberfläche wechseln oder Dateien manuell hochladen zu müssen.
Die jüngsten Ankündigungen von Red Hat für OpenShift unterstreichen das Bestreben, eine umfassende Plattform zu schaffen, die den wachsenden Anforderungen an Souveräne KI, effiziente Migration und flexible Virtualisierung gerecht wird. Durch die Integration von Funktionen wie Bare Metal as a Service, dem Migration Advisor und erweiterten KI-Ressourcenmanagement-Tools positioniert sich OpenShift als zentrale Lösung für Unternehmen, die ihre IT-Infrastrukturen modernisieren und innovative Technologien wie KI sicher und effizient einsetzen möchten. Die Fokussierung auf Kontrolle, Transparenz und operative Resilienz bietet B2B-Kunden die notwendige Grundlage für eine zukunftssichere digitale Transformation.
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